GKKE-Bericht zur Umsetzung des Aktionsprogramms 2015
Berlin, den 4.4.2003 – Zu einer realistischen Planung der weiteren Umsetzung des entwicklungspolitischen Aktionsprogramms 2015 hat die Gemeinsame Konferenz Kirche und Entwicklung (GKKE) die Bundesregierung aufgefordert. Bei der Vorstellung ihres zweiten Berichts zur Umsetzung des Aktionsprogramms kritisierte die GKKE zugleich die bisherige Rechenschaftslegung. In den Zwischenberichten des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) würden die Fragen nach Ergebnissen und Wirkungen der bisherigen Maßnahmen ausgeblendet, bemängelte die GKKE.
Die GKKE würdigte, dass es offenbar gelungen sei, das Ziel der Armutsbekämpfung durchgängig auf den verschiedenen Ebenen des BMZ zu verankern. Auch seien Fortschritte zu einer kohärenten Gestaltung der Entwicklungspolitik zu verzeichnen. Die GKKE hob in diesem Zusammenhang die Bemühungen zur Zusammenführung von EU-Agrarreform, Regelung des Agrarhandels im Rahmen der WTO und Ernährungssicherung in den Entwicklungsländern hervor. Trotz einiger noch nicht ausgeräumter Widersprüche sei der Wille zu einer kohärenten Politikgestaltung unverkennbar, lobte die GKKE.
Das Aktionsprogramm der Bundesregierung wurde im April 2001 verabschiedet. Es ist als Beitrag zur Erreichung des Milleniumsziels der Halbierung des Anteils extrem Armer an der Weltbevölkerung bis zum Jahr 2015 konzipiert. Als extrem arm gelten Menschen, die über weniger als einen Dollar pro Tag verfügen können. Weltweit beläuft sich ihre Zahl auf mehr als eine Milliarde.
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