GKKE - Gemeinsame Konferenz Kirche und Entwicklung

Über uns

Die Gemeinsame Konferenz Kirche und Entwicklung (GKKE) wurde 1973 als ökumenischer, evangelisch-katholischer Arbeitsverbund zur Entwicklungspolitik gegründet. Die GKKE führt Dialoge mit Parlament und Regierung sowie gesellschaftlichen Interessengruppen zu Fragen der Einen Welt und der Entwicklungszusammenarbeit. Als Dialogplattform, in direkten Gesprächen sowie durch Fachkonferenzen, öffentliche Stellungnahmen und Publikationen will die GKKE der weltweiten Armutsbekämpfung und der nachhaltigen globalen Zukunftssicherung stärkeres politisches Gewicht verleihen. Die Anliegen und Erfahrungen kirchlicher Partnerorganisationen aus dem Süden sollen dabei eingebracht werden.

Als Träger der GKKE fungieren die Deutsche Kommission Justitia et Pax und Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst. Vorsitzende der GKKE sind die Vertreter der beiden großen christlichen Kirchen bei der Bundesregierung: Prälat Dr. Martin Dutzmann, Bevollmächtigter des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und Prälat Dr. Karl Jüsten, Leiter des Kommissariats der deutschen Bischöfe.

Arbeitsschwerpunkte

Die Gemeinsame Konferenz Kirche und Entwicklung (GKKE) thematisiert Fragen der Einen Welt und der Entwicklungspolitik. Den Referenzrahmen bildet dabei die Agenda 2030 mit ihren 17 Nachhaltigen Entwicklungszielen. In drei Fachgruppen behandelt die GKKE unter der Mitarbeit von Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Kirche und Praxis der Entwicklungszusammenarbeit derzeit folgende Schwerpunkte: 

Rüstungsexporte

Die Fachgruppe erstellt einen jährlichen Bericht über die Rüstungsexportpolitik der Bundesregierung und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Transparenz in diesem Politikfeld. Der Bericht stellt öffentlich verfügbare Informationen über die deutschen Ausfuhren von Kriegswaffen und Rüstungsgütern des Vorjahres bzw. deren Genehmigungen zusammen und bewertet sie im Zusammenhang der Friedens- und Entwicklungspolitik. Die Fachgruppe begleitet aktuelle Debatten z.B. um ein neues Rüstungsexportkontrollgesetz und tritt für eine tatsächlich restriktive Rüstungsexportkontrollpolitik ein.

Vorsitzende der Fachgruppe: Dr. Max M. Mutschler, Bonn International Center for Conversion (BICC) Bonn; Dr. Simone Wisotzki, Leibnitz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK), Frankfurt/M.

Beitrag der Kirchen zu gerechtem Frieden in Afrika

Im globalen Süden leisten Kirchen und christliche Organisationen – geleitet von der Botschaft des Evangeliums und vom christlichen Friedensauftrag – wichtige Beiträge zur Prävention von Gewalt, zur Überwindung von Konflikten und zur Entwicklung von Gesellschaften. Worin bestehen diese Potenziale religiöser Akteure; wie können sie gestärkt werden? Und wie können kirchliche Entwicklungswerke ihren Dialog und ihre Zusammenarbeit mit entsprechenden Partnerorganisationen verbessern? Die Fachgruppe beschränkt sich dabei auf den Kontinent Afrika, mit den Schwerpunktländern Nigeria und Simbabwe, und weitgehend auf christliche Partnerorganisationen und Kirchen. Sie will damit einen spezifischen und begrenzten Beitrag zur Qualifizierung der aktuellen Debatte über Religion und Entwicklung leisten.

Vorsitzende der Fachgruppe: Karin Döhne, Brot für die Welt, Berlin

Gemeinsame Arbeitsgruppe Kirche/Pharmaindustrie

Der Dialog mit den forschenden Pharma-Unternehmen (vfa) leistet einen Beitrag zur Umsetzung der Nachhaltigen Entwicklungsziele im Gesundheitsbereich (z.B. SDG 3.8) im Sinne einer Multi-Akteurs-Partnerschaft. Gerade im Bereich der medizinischen Versorgung, einem zentralen Feld kirchlicher Entwicklungsarbeit, ist die Sicherung des Zugangs zu wirksamen und lebenswichtigen Medikamenten weiterhin eine Voraussetzung, um das Recht auf Gesundheit zu gewährleisten. Besonderes Augenmerk richtet die Fachgruppe auf Gesundheitssystemstärkung und Ausbildung sowie auf die nicht übertragbaren Krankheiten, die neben den klassischen tropischen Armutskrankheiten auch in Ländern des Südens ein zentrales Problem der Gesundheitsversorgung darstellen.

Vorsitzende der Fachgruppe: Stephanie Ralle-Zentgraf, MSD Sharp & Dohme GMBH, München

Weitere Aktivitäten

Darüber hinaus greift die GKKE aktuelle Fragestellungen auf. Beispiele aus jüngerer Zeit sind die Diskurse über zivile Krisenprävention, über Flucht und Migration oder über Rohstoffpolitik und Politikkohärenz für Entwicklung. Hierzu werden Stellungnahmen und Studien erarbeitet oder parlamentarische Fachgespräche organisiert. Außerdem werden in Berlin öffentliche Podiumsdiskussionen zu den Arbeitsschwerpunkten und aktuellen Themen organisiert.

Gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft der Entwicklungsdienste (AGdD) hat die GKKE mittlerweile zum zweiten Mal den „Tag der zurückgekehrten Entwicklungshelferinnen, Entwicklungshelfer und Friedensfachkräfte“ veranstaltet, um Dank und Wertschätzung auszudrücken, zuletzt unter Mitwirkung von Bundespräsident Joachim Gauck.

Faltblatt

Infoblatt: Gemeinsame Konferenz Kirche und Entwicklung
17_05_GKKE_Flyer.pdf
450 K
Evangelische Geschäftsstelle Katholische Geschäftsstelle
Charlottenstr. 53/54 Kaiserstr. 161
10117 Berlin 53113 Bonn
Leitung: Tim Kuschnerus Leitung: Gertrud Casel

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